
Die Geburt der Idee
Götz Friedewald – der Mann, der Teams malen lässt
Vom Architekten und Agenturgründer zum Künstler und Erfinder eines der erfolgreichsten Art-Teambuilding-Konzepte im deutschsprachigen Raum: Die Geschichte von Götz Friedewald ist ein Lehrstück darüber, was passiert, wenn man seiner Leidenschaft folgt – und Menschen den Raum gibt, kreativ zu sein.
2004 drückte Götz Friedewald einmal radikal auf Reset.
Acht Jahre hatte er als Architekt in Frankfurt, Düsseldorf und München gearbeitet, danach hatte er eine eigene Internetagentur aufgebaut und geführt. Alles lief. Und trotzdem fehlte etwas Entscheidendes: die Kunst.
Also machte er das, was viele nur träumen – er stieg aus und wurde Vollzeit-Künstler.
In einem Hinterhaus in der Münchner Landwehrstraße richtete er sich ein Atelier ein. Kein schickes Loft, sondern ein Ort zum Arbeiten, Denken, Ausprobieren.
Dort begann die eigentliche Reise: Ausstellungen, Galerien, Kunstmessen – aber vor allem das Experimentieren mit Themen, Stilen und Materialien. Und sehr schnell auch mit Menschen.
Denn Friedewald öffnete sein Atelier. Für Malkurse, für neugierige Laien. An freien Akademien unterrichtete er Studierende, an einer Schule gab er Kunstunterricht. Und plötzlich passierte etwas Spannendes: Menschen, die sich selbst nie als kreativ bezeichnet hätten, begannen zu spielen, zu entdecken, sich auszudrücken.
Genau das, was ein führender Neurobiologe beschreibt: "Unser Gehirn lernt und wächst dann am besten, wenn wir emotional beteiligt sind, uns sicher fühlen und aus echter Neugier handeln – nicht aus Zwang."
2005 kam dann die zündende Idee:
Warum diese Erfahrung nicht in Unternehmen bringen? Warum Teams nicht gemeinsam Kunst erschaffen lassen – statt sie immer nur an Tischen sitzen zu lassen?
So entstand das erste Format, später liebevoll „Der Klassiker“ genannt. Die Idee dahinter ist simpel und gleichzeitig stark: Viele Einzelteile ergeben zusammen etwas Größeres. Jeder bringt seinen Stil, seine Handschrift, seine Perspektive ein – und am Ende entsteht ein gemeinsames Werk, das niemand allein hätte malen können.
Die ersten Events waren machten Mut für den weiteren Weg.
Plötzlich war da Dynamik, Bewegung, Farbe, Lachen. Menschen redeten anders miteinander. Nicht in Rollen, sondern auf Augenhöhe.
Einer der bekanntesten Hirnforscher im deutschsprachigen Raum, würde sagen: "Das Gehirn liebt genau diese Art von Lernen – sozial, sinnhaft, emotional."
Und genau das passiert, wenn Teams zusammen an einem Bild arbeiten.
Aus diesem Startpunkt entwickelte Friedewald über die Jahre einen ganzen kreativen Werkzeugkasten:
„ACTION!“ für energiegeladenes, abstraktes Arbeiten.
„KreativXXL“, bei dem Teams selbst den kompletten Bildentwurf entwickeln.
„3D“, das Malerei mit Skulpturen kombiniert.
Graffiti- und Street-Art-Formate für urbane, junge oder besonders experimentierfreudige Gruppen.
Heute kann er diese Bausteine passgenau auf Unternehmen zuschneiden – je nach Größe, Branche, Standort oder Teamkultur. Und genau das ist sein eigentliches Talent: Er ist nicht nur Künstler, sondern ein Architekt für kreative Prozesse.
Über 200 Unternehmen haben seit 2005 in mehr als 300 Events mit 10 bis 1200 Teilnehmenden mit ihm gearbeitet. Aber wichtiger als die Zahl ist das, was bleibt: Bilder an Wänden, die nicht dekorieren, sondern Geschichten erzählen. Und Teams, die sich selbst einmal ganz anders erlebt haben – kreativ, mutig und verbunden.
Oder anders gesagt:
Götz Friedewald hat nicht einfach ein Teambuilding-Format erfunden.
Er hat gezeigt, wie viel in Menschen steckt, wenn man ihnen einen Pinsel in die Hand gibt – und die Erlaubnis, einfach loszulegen.









